Was macht eigentlich Wolfgang Scherbening?


Wolfgang Scherbening
als Kind


Wolfgang Scherbening
1980 in seiner
Coesfelder Wohnung


Ketzel 1989


Wolfgang Scherbening 2005


Johnny Ketzel 2006


Johnny Ketzel 2008

Früher...
wurde Wolfgang Scherbening zwar in Münster geboren, aber Ende der 70er verschlug es ihn nach Coesfeld, wo seine Karriere als Sänge begann. Mit ein paar Kumpels gründete er 1979 Bössel. So kam er doch immer wieder nach Münster, wenn Bössel Konzerte im Knast oder der PH Aula gaben. Anfang der 80er lösten die sich auf, Scherbening reiste ein halbes Jahr durch die Weltgeschichte und landete wieder in Münster. Hier spielte er den Blues mit Leuten wie Krisz Kreuzer oder Wolfgang Brammertz.
Mitte der 80er gründete er mit 3 Türken die Jazz-Funk-Band Chat Music. Ab 1986 schrieb er unter dem Pseudonym Ketzel deutsche Texte. Zwischen 1988 und 92 ging auf Lese-Tourneen veröffentlichte ein Buch im Eigenverlag.
Ab 1987 sang er bei The Beatburgers (bis 1992), mit denen er die Rückseiten großer 60er-Hitsingles coverte. Die Beatburgers engagierten sich für Übungsräume in Münster. Sie organisierten im Oktober 1990 das Kurz & Klein-Festival und stürmten eine Ratssitzung. Scherbening setzte sich auf den Platz des Oberbürgermeisters und verlas einen Bürgerantrag, das brachte dem Probezentrum am Hawerkamp 200.000 DM ein.

Heute...
ist Wolfgang Scherbening längst nicht mehr zu bremsen. Man stellt ihn auf die Bühne, drückt ihm ein Mikrofon in die Hand und schon unterhält er zwei Stunden das Volk; mit betörendem Gesang, eigenwilligen Ansagen und gewagten Sprüngen ins Publikum.
Als die Beatburgers 1992 aufgehört hatten zu existieren, spielte Wolfgang Scherbening deren Songs kurzerhand mit dem Gitarristen akustisch in Münsters Fußgängerzone.
Außerdem organisierte er mit Manni Messing im1993 Subway in Hiltrup ein Festival gegen rechte Gewalt. 
Wolfgang Scherbening war Sänger bei dem Studio-Projekt Romeos und bei den ständig live spielenden Daddy's got the Biggest  (1992-1996) oder als Floyd Nickelsson bei  der Funk & Soul-Band FischHaus (1995-98). Von 98 bis 2002 wiederum sang er bei der Rockabilly-Formation Neutrons.
Als er Anfang 2002 auf einer Party in Lutum bei Nottuln den Gitarristen Stefan Pölzer alleine in einer Ecke spielen sah, war er gerührt und begleitete den Einsamen mit seiner Stimme. Hieraus entstand das Duo Raumpatrouille, das beim großen We Pay Back Contest 2003 im Jovel einen phänomenalen 2. Platz belegte.
2006 ließ er Daddy's got the Biggest wieder aufleben. Im selben Jahr stieg Stefan Pölzer bei Raumpatrouille aus, seither macht die Band Wolfgang Scherbening alleine. Eigentlich wollte er den Gitarristen Siggi Mertens engagieren. Aber als er den anrief, hatte der eine bessere Idee: „Lass uns Johnny-Cash-Songs mit deutschen Texten spielen“. Also reaktivierte Scherbening sein altes Pseudonym Ketzel. Ein passender Vorname war schnell gefunden: Johnny Ketzel und die Schließer erobern seither die Herzen aller Cash-Fans bei vielen Konzerten, gelegentlich sogar hinter Gefängnismauern.
Mittlerweile schreibt Ketzel eigene Country-Sound, tritt manchmal auch mit Siggi Mertens im Duett auf. Dann nennen sie sich Johnny Ketzel und sein Schließer.
Den erlernten Beruf des Tischlers kann Wolfgang Scherbening nicht mehr ausüben, da er sich bei einem Arbeitsunfall die linke Hand verletzte. Ausgerechnet der Mittelfinger blieb als einziger unversehrt. Seitdem arbeitet der Vater einer Tochter als Erzieher. Er lebt in Fußnähe vom Aasee.

Geburtstag: 6.4.60

Stand: Mai 2008

Siehe auch:
Beatburgers
Citywalk
Daddy's got the Biggest
FischHaus
Johnny Ketzel und die Schließer
Neutrons

Raumpatrouille

Externe Links:
Johnny Ketzel und die Schließer
Raumpatrouille bei Baukau Media
We Pay Back

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